Behandlung von ADS und ADHS bei Erwachsenen
Was ist das Besondere an ADS bzw. ADHS im Erwachsenenalter?
Viele Erwachsene mit ADHS haben im Laufe ihres Lebens eigene Strategien entwickelt, um mit ihren Herausforderungen umzugehen. Dadurch sind die Symptome nach außen oft weniger sichtbar als bei Kindern oder Jugendlichen.
Oft gelingt es, das Leben so zu strukturieren, dass es zumindest „funktioniert“. Diese Anpassungsleistungen haben jedoch häufig ihren Preis:
Betroffene bleiben beruflich unter ihren eigentlichen Möglichkeiten oder erleben wiederkehrende Belastungen wie Erschöpfung, Reizbarkeit, Schlafprobleme, Depressionen oder Burnout sowie das Entwickeln von Sucht.
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass sich die Hyperaktivität im Erwachsenenalter „verwächst“. Tatsächlich ist häufig das Gegenteil der Fall:
Das Nervensystem ist über viele Jahre enorm beansprucht worden und befindet sich in einem Zustand chronischer Erschöpfung. Diese überdeckt die ursprüngliche äußere Unruhe.
Viele Betroffene haben zudem gelernt, ihre Impulse zu unterdrücken – oft aufgrund negativer Reaktionen aus ihrem Umfeld. Diese Unterdrückung kostet jedoch viel Energie und führt langfristig zu weiterer Belastung.
Eine gezielte Behandlung setzt genau hier an: beim Erkennen und Regulieren dieser inneren Prozesse.
Mein Ansatz in der Therapie von ADHS bei Erwachsenen
Ich als selbst Betroffener habe mich über viele Jahre intensiv mit unterschiedlichen Methoden, Ansätzen und Therapieformen auseinandergesetzt. Daraus ist ein Ansatz entstanden, der sowohl fachlich fundiert als auch alltagsnah und nachhaltig wirksam ist.
Für mich steht nicht die Diagnose im Mittelpunkt, sondern du als Mensch. Diagnosen sind aus meiner Sicht in erster Linie ein effizientes Mittel zur medizinischen Einordnung und Klassifizierung. Außerdem sind sie die Voraussetzung, um in unserem Gesundheitssystem Unterstützung zu erhalten.
Sie können jedoch niemals dein individuelles Erleben, dein persönliches Leid und deine ganz speziellen Herausforderungen im Alltag abbilden. Noch viel weniger sagen sie etwas darüber aus, was dich ausmacht: was du kannst, was du bereits weißt, was du wirklich willst oder brauchst – und was du vielleicht schon längst tust, damit es dir besser geht.
Aus genau diesem Grund geht es in unserem Kennenlerngespräch vor allem um dein ganz persönliches Erleben:
Was sind deine Herausforderungen? Was funktioniert für dich bereits gut? Was wünschst du dir für dein Leben? Was brauchst DU, um ruhiger, ausgeglichener und fokussierter zu werden?
In der weiteren Zusammenarbeit entwickeln wir gemeinsam Strategien und Werkzeuge, die wirklich zu dir passen – nicht allgemeine Lösungen und "Methoden", sondern individuelle Ansätze.
Ich arbeite ressourcenorientiert. Das bedeutet:
Wir konzentrieren uns vor allem auf deine Stärken, Fähigkeiten und bereits vorhandenen Lösungen.
Der therapeutische Prozess
Die Behandlung verläuft in mehreren aufeinander aufbauenden Phasen:
1. Erkennen
Wer bin ich wirklich?
Was sind übernommene Werte aus Gesellschaft, Familie und Umfeld?
Welche Stärken habe ich?
Welche Erfahrungen haben mich geprägt?
Was ist mir im Leben wirklich wichtig, welche Werte habe ich?
Wo liegen meine Grenzen, Wünsche und Ziele?
2. Verstehen
Warum reagiere ich so, wie ich reagiere?
Woher kommen meine Muster und Symptome?
Warum funktionieren bestimmte Dinge für mich nicht – obwohl sie bei anderen scheinbar problemlos klappen?
Dieses Verstehen ist ein zentraler Schritt. Es führt oft zu mehr Selbstakzeptanz und spürbarer Entlastung.
3. Verändern
Veränderung ensteht häufig bereits aus dem Erkennen und Verstehen heraus, da das Gehirn beginnt, neue Verknüpfungen zu bilden.
Zusätzlich arbeiten wir gezielt daran, individuell für dich passende Verhaltensweisen zu entwickeln und bestehende Gefühle erfolgreich zu regulieren sowie alle Anteile in dir zu integrieren statt kräfteraubend zu unterdrücken. Das ist, was bei vielen Methoden und Tools fehlt und was dazu führt, dass diese nicht funktionieren oder dazu führen, dass du dich hinterher schlechter fühlst.
Nachhaltige Veränderung ist nur möglich, wenn das, was oft als „Blockade“ oder „Selbstsabotage“ erlebt wird, verstanden wird – denn genau dort setzen wir an.
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PS.: Ich verwende das "Du", weil diese Form der Ansprache unsere Seele besser berührt - ganz persönlich, von Mensch zu Mensch.








